Land

Deutschland

Nordsee, Ostsee - und die größte Flusswellen-Szene Europas. An vielen Tagen im Jahr surft man hier weiter im Binnenland als an der Küste.

Beste Zeit
Herbst und Winter an der Küste, Flusswellen ganzjährig
Wassertemperatur
4-19 °C
Spots
18

Das Revier

Deutschland hat keinen Ozean, und das bestimmt alles. Nord- und Ostsee bekommen keinen Swell aus der Ferne, sondern nur die Wellen, die der Wind vor Ort gerade erzeugt. Solche Windwellen haben eine kurze Periode: Sie stehen dicht beieinander, sind unruhig und verschwinden wieder, sobald der Wind nachlässt. Surfen heißt hier, dem Sturm hinterherzufahren.

An der Nordsee sind Sylt, St. Peter-Ording und Norderney die bekanntesten Adressen, und der große Tidenhub gehört zur Planung dazu. Die Ostsee braucht noch mehr Wind, weil die Fläche kleiner ist, dafür entfällt die Tide fast vollständig.

Der zweite, verlässlichere Teil des deutschen Surfens findet im Binnenland statt. Stehende Flusswellen wie der Eisbach in München laufen unabhängig von Wetter und Jahreszeit, dazu kommen mehrere künstliche Anlagen. Das ist eine eigene Disziplin mit eigenem Material — aber es ist die einzige Möglichkeit, hierzulande planbar zu surfen. Auf die Wassertemperatur zwischen 4 und 19 Grad gehört ganzjährig ein Anzug, im Winter ein dicker.


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